Über den "Skulpturbegriff" von Sascha Büttner

Ist auch die Überraschung, die seine Skulpturen für die Erfahrung bedeutet, schwer nachzuvollziehen, so bleibt doch die Überraschung für den Intellekt, denn Sascha Büttner bricht mit dem formalen Raum der modernen Skulptur. Sie weist nicht nur die anthropomorphe Grundlage der traditionellen Skulptur zurück, sondern lehnt auch die Transzendenz beim Großteil der abstrakten Skulptur ab. Kurz, bei Sascha Büttner ist die "Skulptur" nicht mehr abgehoben, auf einem Podest stehend oder reine Kunst, sondern wird zu den Objekten zurückgeführt und vom Ort her neu definiert. Durch diese Veränderung wird der Betrachter, dem der sichere, souveräne Raum der formalen Kunst verwehrt wird, ins Hier und Jetzt zurückgeworfen.

 

Gernot Foster

 

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