Verlautbarung!!!*

Da Malen ein Spiel ist,
da Malen heißt, Farben harmonisch oder dissonant
aufeinander abzustimmen,
da Malen heißt, die Geste aufzuwerten,
da Malen heißt, die Außenwelt darzustellen (oder sie zu
interpretieren oder sich ihrer zu bemächtigen oder gegen
sie zu protestieren oder sie zu zeigen),
da Malen heißt, der Phantasie ein Sprungbrett zu bieten,
da Malen heißt, die Innenwelt sichtbar zu machen,
da Malen eine Rechtfertigung ist,
da Malen einen Zweck verfolgt,
da Malen heißt, mit Rücksicht auf Ästhetizismus, Blumen, Frauen,
Erotik, alltägliche Umgebung, Kunst, Dada, Psychoanalyse, Krieg im
Kosovo zu malen,
bin ich kein Maler.

Wiesbaden, den 09.12.1999

Büttner

*Frei nachempfunden dem Flugblatt "Kundgebung" von Daniel Buren, Oliver Mosset, Michael Parmentier und Niele Toroni; abgedruckt in "Daniel Buren, Achtung!, Texte 1967 - 1991"

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