Eberhard Renser
Sascha Büttner: Zeit/Ort
Zürich

Sascha Büttner, 1966 geboren, ist Maler. Man wird ihn der konkreten Kunst zuordnen, obwohl die kühle Akkuratesse, die normalerweise so eine Etikettierung begleitet, ihm eigentlich fernliegt. Zwar macht er mit Arbeiten auf sich aufmerksam, in denen die monochromen Bitumenfelder mit der Geometrie des Trägers ein Auskommen finden, doch die Ungeniertheit, mit der er dem Bitumen Freiheiten gestattet, bis hin zu bewußt einkalkulierten Ungenauigkeiten, verrät Unabhängigkeit. Der Umgang mit glücklich umfunktionierten Trägern, Türblättern und stapelfertigen Holzbrettern, die ihr Herkommen keinesfalls verleugnen, könnte einmal das Gesicht konkreter Strategien ganz allgemein verändern. Abgesehen davon löst er sich immer wieder von der Wand, sucht den Boden auf und findet andere Orte für seine Objekte, die darauf angewiesen sind, von dem Bitumen berührt zu werden. Ein natürlicher, praktischer Sinn verbindet sich mit konzeptionellen Perspektiven und bewahrt ihn vor den Krisen, die an allen Ecken und Enden den ambitionierten Künstlern auflauern. Typisch für Sascha Büttner ist womöglich ein diagonales Prinzip, das durch Gegensatzpaare genährt wird.

Wer Sascha Büttner nur im eingangs beschriebenen Sinne kennt, hat sich in Zürich gewundert.

 

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