Büttners Fotografie-Schriften paraphrasieren Zen-Bogenschießen: Wer mit Absicht auslöst, verfehlt. Wer wartet, trifft. Von FfK über die Café-Beobachtungen bis zum Leica Rebel Club zieht sich eine Linie, die Sehen als Übung begreift — und das Nicht-Fotografieren als dessen Vorbedingung. Eine Archäologie der kontemplativen Kamera.
Schlagwort: Fotografie
Sensorarmut als Strategie
Sascha Büttners Trashcam-Arbeiten (2001–2007) entstanden mit Billigkameras, deren Sensoren kaum erfassen konnten, was vor ihnen lag. 250.000 Aufnahmen, publiziert auf längst verschwundenen Plattformen. Armut als Methode: Was zeigt ein Bild, das seine eigene Insuffizienz ausstellt? Eine Phänomenologie der photographischen Schwundstufe.
Schwarze Leere
Sascha Büttners petrochemische Zen-Praxis und die Aktualisierung ostasiatischer Bildtraditionen im Wiesbadener Raum Wer Sascha Büttners Bitumen-Arbeiten betrachtet, sieht zunächst: Schwarz. Eine radikale, kompromisslose Monochromie, die sich jeder Ausschmückung verweigert. Die pechschwarzen Tafeln – meist auf Holzträgern, die ihr Material bewusst nicht verleugnen – absorbieren das Licht derart vollständig, dass sie den Ausstellungsraum perforieren. Was hier […]