Büttners Fotografie-Schriften paraphrasieren Zen-Bogenschießen: Wer mit Absicht auslöst, verfehlt. Wer wartet, trifft. Von FfK über die Café-Beobachtungen bis zum Leica Rebel Club zieht sich eine Linie, die Sehen als Übung begreift — und das Nicht-Fotografieren als dessen Vorbedingung. Eine Archäologie der kontemplativen Kamera.
Schlagwort: Werk
Streaming media muss zur Waffe werden
Streaming media muss zur Waffe werden — Ein Vierteljahrhundert später Über den Strukturwandel der Öffentlichkeit zwischen Netzkunst-Utopie und algorithmischer Sozialmaschine Im November 2001, auf der interfiction VIII in Kassel, formulierte Sascha Büttner einen kurzen, prägnanten Text über Streaming Media. Der Text war, wie sein Untertitel versprach: assoziativ, ungenau, provokant, unausgegoren. Er endete mit einer Prioritätenliste […]
Sensorarmut als Strategie
Sascha Büttners Trashcam-Arbeiten (2001–2007) entstanden mit Billigkameras, deren Sensoren kaum erfassen konnten, was vor ihnen lag. 250.000 Aufnahmen, publiziert auf längst verschwundenen Plattformen. Armut als Methode: Was zeigt ein Bild, das seine eigene Insuffizienz ausstellt? Eine Phänomenologie der photographischen Schwundstufe.