Über den Wiesbadener Raum

Der „Wiesbadener Raum“ ist das vielschichtige Hauptwerk von Sascha Büttner – ein experimentelles Kunstprojekt, das als Manifest, Handbuch und Testfeld zur Erforschung von Bezugs- und Wertesystemen in der Kunst fungiert. Das ursprünglich 2000 als Künstlerbuch konzipierte und später 2019 als gebundene Ausgabe veröffentlichte Werk verschmilzt bewusst die Grenzen zwischen Katalog, Werksverzeichnis, Biografie und Kunstwerk selbst. Büttner führt die Enzyklopädisierung und systematische Katalogisierung seines Werks nun als offenes Internetprojekt auf wiesbadener-raum.org fort, wo sich die „zehntausend Dinge“ kontinuierlich erweitern und vernetzen. Es ist ein lebendiges Experiment mit der „Kunst der Aneignung“, in dem Tatsache und Fiktion ununterscheidbar werden und das als Inspirationsquelle für Kunstschaffende, Kulturforscher und alle anderen dienen soll, die sich mit den komplexen Vernetzungen von Raum, Zeit und künstlerischer Praxis beschäftigen.


Manifestationen (Chronologie)

Sascha Büttner

„Wiesbadener Raum“
Mainzer Fassung

2000

Wiesbadener Raum
(Mainzer Fassung)
Installiert in der Zeit vom 11.02. bis 27.02.2000 in der Galerie Walpoden
Zur Ausstellung erschien das Handbuch „Wiesbadener Raum“ als signiertes Künstlerbuch in einer limitierten Auflage von 10 Exemplaren.

2019

Handbuch „Wiesbadener Raum“
Hardcover
312 Seiten
ISBN-13: 9783735720030
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 22.06.2019
Sprache: Deutsch

2023

Wiesbadener Raum – Über die zehntausend Angelegenheiten und die zehntausend Dinge in Raum und Zeit
Hardcover
248 Seiten
ISBN-13: 9783758320538
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 07.12.2023
Sprache: Deutsch

2025

büttner – Eine Autobiografie in Bruchstücken
Paperback
786 Seiten
ISBN-13: 9783695186501
Verlag: BoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum: 02.09.2025
Sprache: Deutsch

Bitumen – Poetik der Persistenz
Paperback
196 Seiten
ISBN-13: 9783819267352
Verlag: BoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum: 24.09.2025
Sprache: Deutsch

Seit 2016

Das metalabor ist ein experimenteller Thinktank, den Sascha Büttner seit 2016 jährlich als 48-stündiges Intensivformat im Lahntal veranstaltet. Zehn Teilnehmende entwickeln in enthierarchisierten Gesprächsformen alternative Wissensproduktion jenseits akademischer und kulturindustrieller Verwertungslogiken. Das Format praktiziert kollektive Reproduktionsarbeit (Kochen, Hausarbeit) als integralen Bestandteil des Denkprozesses und dokumentiert die ephemeren Erkenntnisse in jährlichen Readern.
S.a.: Das metalabor als Heterotopie des Denkens