Soziologisch-ästhetischer Terminus für systematische Ausschlussverfahren, die bestimmte Materialien, Personen oder Ideen aus kulturellen Räumen fernhalten. Diese Architekturen funktionieren weniger durch explizite Verbote als durch subtile Konditionierungen – etwa die spontane Aversion gegen bestimmte Werkstoffe oder die stillschweigende Präferenz für etablierte Medien. Verdrängungsarchitekturen schaffen scheinbar natürliche Hierarchien, die tatsächlich aber historisch konstruiert sind. Ihre Analyse deckt die politischen Dimensionen ästhetischer Urteile auf.