Enzyklopädie

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Sichtbarkeitsmaschine

Gesamtheit der technologischen, ökonomischen und politischen Apparate, die Sichtbarkeit produzieren, regulieren und verwerten. Umfasst Überwachungsinfrastrukturen (Kameras, Satelliten, Sensoren), Plattformökonomien (Social Media, Suchmaschinen), biometrische Erfassungssysteme und deren institutionelle Einbettung. Die Sichtbarkeitsmaschine operiert nicht binär (sichtbar/unsichtbar), sondern graduell: Sie produziert Auflösungsstufen, Pixelgrenzen, Erkennungsschwellen. Büttners Performances situieren sich an den Rändern dieser Maschine, dort wo ihre Erfassungskapazität an […]

Signaturlosigkeit

Programmatische Strategie der Post-Autorialität, die Künstleridentität als manipulierbares Betriebssystem begreift. Büttners Spiel mit Pseudonymen und falschen Zuschreibungen schafft Autorschaft als leere Kategorie – funktional gerade durch ihre Unbestimmbarkeit. Signaturlosigkeit ermöglicht diskursive Mobilität jenseits institutioneller Fixierung, hackt die Brand-Logik des Kunstmarkts durch systematische Tarnung. Was nicht eindeutig zugeordnet werden kann, entzieht sich der Vereinnahmung, bleibt verfügbar […]