Eine Form des ziellosen, meditativen Gehens durch urbane Räume, bei der die Stadt nicht als kartografierter Raum mit festen Routen begriffen wird, sondern als fließender, atmender Organismus. Die Stadtwanderung folgt keinem Plan, sondern den spontanen Impulsen der Füße, des Körpers, der Intuition. Sie unterscheidet sich von der touristischen Stadterkundung durch das völlige Fehlen von Absicht […]
Enzyklopädie
Statusentäußerung
Die aktive Zurückweisung von Titeln, Positionen und Hierarchieplatzierungen als Form der Selbstpositionierung jenseits institutioneller Anerkennung.
Straßensatori
Plötzliches Erwachen oder Einsichtsmoment (satori), das sich während des ziellosen Gehens durch urbane Räume ereignet. Das Straßensatori ist nicht planbar oder herbeiführbar, es geschieht spontan in der Begegnung mit dem Alltäglichen – einem Schatten, einer Geste, einem Lichtfall. Es ist die urbane Variante der Erleuchtungserfahrung.
strategische Unsichtbarkeit
Praxis der bewussten Positionierung unterhalb oder an der Grenze von Wahrnehmungs- und Erfassungsschwellen. Unterscheidet sich von Versteck (räumliche Abwesenheit) und Tarnung (Mimikry) durch ihre Situierung innerhalb des Sichtfeldes bei gleichzeitiger Nichtregistrierung. Die strategische Unsichtbarkeit nutzt systemische Eigenschaften von Überwachungsapparaten: deren Auflösungsgrenzen, Aufmerksamkeitsökonomien, Kategorisierungsroutinen. Bei Büttner seit den 1990er Jahren entwickelte Werkstrategie, die zwischen demonstrativer Abwesenheit […]
Strömungsästhetik
Ästhetische Position, die Bewegung nicht als teleologische Fortbewegung, sondern als oszillierendes Verweilen in Fließzuständen konzipiert.