Bewusster Rückgriff auf historisch überholte Aufzeichnungsverfahren als konzeptuelle Strategie. Im Kontext der Camera Obscura bezeichnet der Begriff die Elimination technischer „Verbesserungen“ zugunsten präindustrieller Simplizität. Technologie-Regression fungiert als Kritik an fortschrittsgläubiger Komplexitätssteigerung und etabliert primitive Medientechnik als epistemisches Instrument. Die scheinbare Rückständigkeit erweist sich als konzeptuelle Progression – weniger Technik ermöglicht mehr Erkenntnis.