Enzyklopädie

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Post-Spiritueller Monochromatismus

Kunsthistorische Positionsbestimmung für materiell-konkrete Monochromie jenseits metaphysischer Überhöhung. Der Begriff differenziert Büttners Praxis von spirituellen Traditionen (Klein, Rothko, Reinhardt) und etabliert industrielle Materialität als Alternative zu transzendentaler Farbmystik. Post-Spiritueller Monochromatismus operiert systemkritisch statt kontemplativ und verankert das Monochrome in konkreter gesellschaftlicher Realität. Die Terminologie markiert die Säkularisierung monochromatischer Praktiken.

Präsensverfassung

Grundordnung eines Werks, nach der alle seine Bestandteile gleichzeitig gelten. Der Begriff verschränkt die grammatische Zeitform mit dem staatsrechtlichen Begriff der Verfassung. Im «Wiesbadener Raum» setzt keine spätere Fassung eine frühere außer Kraft: Widersprüchliche Lebensdaten, Institutionen ohne Auflösungsdatum und nachträgliche Erweiterungsbände bestehen nebeneinander. Chronofluenz und Chronologiesubversion beschreiben den Umgang mit dem einzelnen Datum, die Präsensverfassung […]