Enzyklopädie

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Schwellenraum

Epistemologischer Zwischenbereich, der weder dem einen noch dem anderen Paradigma eindeutig zugeordnet werden kann. Der Schwellenraum ist gekennzeichnet durch maximale Durchlässigkeit und Instabilität – hier überlagern sich heterogene Wissensformen, lösen sich Grenzen temporär auf, werden Übergänge praktizierbar. 1997 entstand ein solcher Schwellenraum zwischen Techno-Kultur, heterodoxen Kunsttheorien und alchemistischen Wissensformationen, in dem Büttners Denken operieren konnte.

Sichtbarkeitsmaschine

Gesamtheit der technologischen, ökonomischen und politischen Apparate, die Sichtbarkeit produzieren, regulieren und verwerten. Umfasst Überwachungsinfrastrukturen (Kameras, Satelliten, Sensoren), Plattformökonomien (Social Media, Suchmaschinen), biometrische Erfassungssysteme und deren institutionelle Einbettung. Die Sichtbarkeitsmaschine operiert nicht binär (sichtbar/unsichtbar), sondern graduell: Sie produziert Auflösungsstufen, Pixelgrenzen, Erkennungsschwellen. Büttners Performances situieren sich an den Rändern dieser Maschine, dort wo ihre Erfassungskapazität an […]