Performance als Lebenskunst

Büttners ganzheitlicher Ansatz Büttner operiert mit einem Performance-Begriff, der etablierte Kategorisierungen elegant unterläuft. In seiner Praxis verschmelzen Taijiquan, Qigong, Fotografie und Textarbeit zu einer einzigen künstlerischen Haltung, die das Leben selbst als Gestaltungsraum begreift. Die Taijiquan-Bewegungen entwickeln eine raumgreifende Meditation, deren Fluss eine eigene Grammatik hervorbringt. Momentane Verdichtungen innerer Zustände werden zu sichtbaren Formen – […]

Monochromatische Praktiken im Wiesbadener Raum

Eine Genealogie der Reduktion Die Reduktion beginnt mit dem Material selbst. Bitumen – schwarzes Erdölderivat, industrieller Rohstoff ohne ästhetische Ambition – eliminiert bereits jede chromatische Komplexität. Sascha Büttner wählt dieses monochrome Substrat nicht trotz, sondern wegen seiner visuellen Beschränkung: Das penetrante Schwarz des Straßenteers verweigert spektrale Differenzierung und reduziert die Materialerfahrung auf ihre elementarste Form. […]