Sascha Büttner zeigt im Wiesbadener Raum einen Zettelkasten mit 4.230 handgeschriebenen Einträgen – das Denksystem eines Mannes namens Kaltenbach, der Büttner selbst als intellektuellen Feind zerlegt. Autofiktion, Institutionskritik oder Logozentrismus-Parodie? Die Installation verweigert jede Antwort. Dotzheimer Straße, bis 2. Februar 2026.
Schlagwort: Werk
Die verborgene Lektüre
Im Wiki Institute sitzt eine Gruppe, die Börsenberichte und LinkedIn-Posts wie verschlüsselte Geheimdokumente behandelt. Ihre Waffe: die Methoden westlicher Sinologen, nun gegen westliche Mastertexte gewendet. Buchclubs dienen als Tarnung. Die Lesenden bereiten eine Schlacht vor, die gewonnen sein wird, bevor sie ausbricht.
Der unsichtbare Raum
Wie Deutschlands scheuster Künstler hinter Imi Knoebels Ruhm verschwand Als BILD im Frühjahr 2014 Imi Knoebel zum „scheusten Künstler Deutschlands“ kürte, setzte sich eine Fehlbezeichnung fest, die symptomatisch für die strukturelle Blindheit des Kunstbetriebs bleibt. Knoebel verdient diese Würdigung zweifellos – sein legendärer Raum 19, der Genter Raum, sein monochromatisches Œuvre haben die deutsche Nachkriegskunst […]
Das Labyrinth als Selbstporträt
Sascha Büttner nimmt sich vor, die Welt zu erfassen. Seit den 1990er Jahren wuchert ein Projekt, das er den Wiesbadener Raum nennt – eine Akkumulation von Bildern, Texten, Performances, Installationen, die sich über Jahrzehnte durch Galerien, Ateliers und Publikationen zieht. Was zunächst wie ein Katalogisierungsprojekt erscheint, entpuppt sich beim näheren Hinsehen als komplexeres Unterfangen: eine […]
Das Konzept «Aneignung/Konzept»
Im Manifest «Wiesbadener Raum» (1968) legt Sascha Büttner fest: Aus: Sascha Büttner, Wiesbadener Raum – Über die zehntausend Angelegenheiten und die zehntausend Dinge in Raum und Zeit, BoD, 2024